Pisa

Schiefer Turm – Schräge Stadt

Mal ehrlich – es grenzt schon an ein kleines Wunder, wie Bonanno Pisano mit seinem Baumeister di Innsbruck 1173 durch Zufall das wohl schrägste Gebäude weltweit geschaffen haben. Und dabei sollte damals lediglich ein Glockenturm in Anlehnung an den angrenzenden Dom entstehen. Schon bald bekam der Turm allerdings seine heute so bekannte Schräglage, die seit Jahren täglich unzählige Besucher anzieht.

Wer der etwas eigenwilligen italienischen Fahrweise getrotzt und einen Parkplatz nahe der berühmten Bauwerke gefunden hat, beginnt auch gleich am besten mit der Besichtigung des Doms und des Turms.

Vorstellungen von einer romantischen ursprünglichen Piazza könnten hierbei allerdings von den vielen Souvenirshops und mobilen Verkaufsläden enttäuscht werden. Wer nicht mindestens vier mal „No“ sagt oder nicht schnell genug weitergeht, findet sich oftmals nach dem Besuch mit einer gefälschten Rolex oder Gucci-Tasche wieder. Schade um die Romantik!

Von dem Platz aus kann man gut die Stadt weiter erkunden. Wem es zu Fuß unbequem ist, hat von hier aus auch die Möglichkeit, mit Bus oder auch per Pferdekutsche weiterzufahren. Am besten schlendert man die kleinen Gassen bis zum Arno herunter und nimmt die weiteren Eindrücke der Stadt in sich auf.

Fazit: Den schiefen Turm sollte man auf jeden Fall einmal gesehen haben. Allerdings fällt auf, dass die Stadteile, die seltener den Blicken der verwöhnten Touristen ausgesetzt sind, eher vernachlässigt und fast unschön auf Stadtbummler wirken.